Staatliche Förderung macht Riester- Rente attraktiv

Die staatlich geförderte Riester- Rente sorgt seit der Einführung vor 11 Jahren immer wieder für Schlagzeilen. In schöner Regelmäßigkeit werden Berechnungen veröffentlicht, die zeigen sollen, dass sich die Riester- Rente nicht lohnt. Doch was für konstruierte Einzelfälle gilt, hat mit der Masse an tatsächlichen Riester- Produkten nichts zu tun. Inzwischen gibt es über 15 Millionen Riester- Verträge. Entsprechende Verträge werden von Lebensversicherungsunternehmen, Banken, Fondsgesellschaften und Bausparkassen angeboten.

Es gibt vier unterschiedliche Varianten: Private Rentenversicherungen, Bank- und Fondssparpläne sowie Bausparverträge.
Jeder Erwachsene Riester- Kunde erhält die vollen 154 Euro Grundzulage im Jahr, sofern er mindestens vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens investiert hat – abzüglich der staatlichen Zulagen wohlgemerkt. Für jedes vor 2008 geborene Kind erhält man zusätzlich 185 Euro. Für im Jahr 2008 oder später geborene Kinder erhält man sogar 300 Euro im Jahr.

Diese Riester- Verträge gibt es
Rentenversicherungen bieten eine lebenslange Leibrente mit garantierten Leistungen und einer zusätzlichen Überschussbeteiligung. Bei der Anlage des Vorsorgekapitals steht die Sicherheit im Vordergrund. Anders als Banken und Fondsgesellschaften garantieren die meisten Versicherer eine bestimmte Verzinsung des gebildeten Kapitals derzeit bis zu 1,75 Prozent.
Wer wie vereinbart einzahlt, weiß bereits zu Vertragsbeginn genau, wie hoch seine Riester- Rente später mindestens ausfallen wird. Einige Lebensversicherer bieten auch fondsgebundene Riester-Renten an. Bei diesen Angeboten werden Teile des Kapitals in Investmentfonds angelegt.

Daneben wird die Riester- Förderung auch für Banksparpläne gewährt, wenn die Angebote den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Banken rechnen zu Vertragsbeginn keine garantierten lebenslangen Renten aus. Sie schließen bei Vertragsbeginn zusätzliche Rentenversicherungen für ihre Kunden ab, aus denen ab dem 85. Lebensjahr Leibrenten fließen.

Riester- Fondssparpläne bieten wie Banksparpläne einen Kapitalerhalt und bei guter Kapitalmarktentwicklung die Aussicht auf zusätzliche Wertsteigerungen. Zu beachten ist:
Die Garantie, dass bei Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge plus Zulage zur Verfügung stehen, bezieht sich nur auf das Ende der Ansparzeit. Bei vorzeitiger Kapitalentnahme sind daher auch Verluste möglich.

Beim sogenannten „Wohn- Riester“ kann die Riester- Förderung zum Kauf, Bau oder zur Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie verwendet werden. Gefördert wird nur der eigene Hauptwohnsitz, jedoch keine Zweitimmobilien oder Ferienhäuser. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
So kann ein zertifizierter Riester- Vertrag zeitgleich mit der Aufnahme des Darlehens abgeschlossen werden – oder im Rahmen eines Bausparvertrages mit Riester- Zertifikat wird die Entnahme des Angesparten und eine Darlehensaufnahme nach der Ansparzeit ermöglicht. Dritte Möglichkeit ist ein Riesterzertifiziertes Vorfinanzierungsdarlehen: Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus einem tilgungsfreien Darlehen und einem Sparvertrag, bei dem bei Vertragsabschluss unwiderruflich vereinbart wird, dass das Sparkapital zur Darlehenstilgung eingesetzt wird.

Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe

Fabian Brenner
Makler: Versicherungen | Finanzen