Sorglos in die Rente

Egal ob jung oder alt: Die Frage wie das im Alter mit der Rente ist, beschäftigt viele Menschen. Doch wenn es um die Umsetzung konkreter Vorsorgemaßnahmen geht, scheut so mancher den Aufwand.
Das wird sich früher oder später als Fehler erweisen, denn je näher man dem Rentenalter kommt, umso teurer wird eine entsprechende Altersvorsorge. Je früher das Vorsorgen begonnen wird, umso günstiger wird es und desto höher fällt später die Rente aus. Vor allem der Faktor Rentenhöhe wird angesichts der oft vergessenen Inflation und regelmäßiger Rentenreformen zulasten späterer Rentner unterschätzt. Im Zusammenhang mit den Rentenreformen der letzten Jahre wurde auch ein Netz an staatlichen Fördermaßnahmen für die private Rentenvorsorge geknüpft.
Die Nutzung der staatlich geförderten Angebote, wie der Riester- Rente, ist allerdings jedem selbst überlassen. Dass sich solche Verträge auf Dauer rechnen, zeigen zahlreiche Untersuchungen. Wer einen Riester- Vertrag abschließt, erhält eine staatliche Zulage und in vielen Fällen eine zusätzliche Steuererleichterung.

Ordentliche Förderung

Eine Riester- Rente kann nur so gut sein, wie sie auch entsprechend den bei Vertragsschluss vereinbarten Bedingungen geführt wird. Dazu gehört vor allem die Geltendmachung der staatlichen Förderung. Dabei handelt es sich um durchaus relevante Beträge. Jeder Sparer, der im Rahmen eines Riester- Vertrags vier Prozent seines beitragspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens für die Altersvorsorge spart, erhält pro Jahr 154 Euro Grundzulage.

Für jedes kindergeldberechtigte Kind fließen noch einmal 185 Euro Kinderzulage. Für Kinder des Geburtsjahrgangs 2008 und später fließen sogar 300 Euro.
Wer weniger als die genannten vier Prozent einzahlt, bekommt die Zulagen nur anteilig. Für Zulagenberechtigte, die Anfang 2014 noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet hatten, erhöht sich der Zuschuss einmalig um 200 Euro.
Neben den Zulagen fördert der Staat die Riester- Verträge durch die Berücksichtigung der Versicherungsbeiträge in der Einkommenssteuererklärung. Im Rahmen eines zusätzlichen Sonderausgabenabzugs können Beiträge bis zu einer Höhe von 2.100 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Die staatlichen Zulagen werden dabei mitgezählt.

Zulagen nicht verschenken

Die Riester- Rente gibt es nur für zertifizierte Altersvorsorgeverträge. Mit diesem Zertifikat bestätigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin, dass der jeweilige Vertrag die Bedingungen für die staatliche Förderung erfüllt. Zertifizierte Riester- Verträge werden von Lebensversicherungsunternehmen, Banken, Bausparkassen und Fondsgesellschaften angeboten.
Doch auch bei zertifizierten Verträgen gilt: Die staatliche Riester-Zulage erhält nur, wer diese auch beantragt. Wird dies vergessen, werden bares Geld und möglicherweise sogar Steuervorteile verschenkt. Um von Anfang an auf der richtigen Seite zu sein, empfiehlt es sich ein Dauerzulagenantrag zu stellen.

Der Vorteil: Er muss nur einmal ausgefüllt werden. Danach verlängert er sich automatisch Jahr für Jahr. Alles Weitere erledigt der Versicherer zusammen mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Der Zulagenbetrag wird dem Riester- Konto automatisch gutgeschrieben. Wer sich die staatliche Riester- Zulage für das Jahr 2012 nicht entgehen lassen will, muss bis Ende des Jahres handeln: Denn die Frist für die Gewährung der Riester- Zulagen läuft Ende des Jahres 2014 ab.

Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe

Fabian Brenner
Makler: Versicherungen | Finanzen