Berufsunfähigkeit: Es trifft mehr Menschen als man denkt

Arbeiten zu gehen ist für viele Menschen ohne Alternative. Denn nur so können die Existenz gesichert, Vermögenswerte geschaffen und der Lebensstandard gehalten werden. Doch was geschieht, wenn man aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann?

Allein für das Jahr 2011 meldet die Deutsche Rentenversicherung 180.000 Neuzugänge für eine so genannte Erwerbsminderungsrente. Diese ersetzt seit 2001 für alle vor dem 1. Januar 1961 geborenen die bis dahin vorhandene staatliche Berufsunfähigkeitsversicherung. Deren Leistungen sind mit früheren Rentenzahlungen nicht mehr vergleichbar.

Wer heute seinen Beruf nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kann, wird uneingeschränkt auf eine andere Tätigkeit verwiesen. Ein Bankangestellter erhält beispielsweise keine Erwerbsminderungsrente, wenn er sich noch als Nachtwächter verdingen kann. Die volle Rente bekommt nur, wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Die halbe Rente wird bei weniger als sechsstündiger Arbeitsfähigkeit pro Tag gezahlt.

Die Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind vielfältig und hängen zum Teil auch von der Berufsgruppe ab. Während körperlich arbeitende Menschen, wie etwa Handwerker, vielfach als anfällig für Berufsunfähigkeit angesehen werden, betrachten sich viele Büroangestellte als nicht oder kaum gefährdet. Doch nicht nur physische Probleme an Gelenken und Wirbelsäule oder im Herz- /Kreislaufbereich führen zu einer Berufsunfähigkeit. Auch psychische Erkrankungen sind gefährlich und treten immer häufiger auf.
Wer also im Fall der Fälle nicht ohne finanzielle Mittel dastehen will, sollte auf eine private Vorsorge setzen. Dabei betrifft die Berufsunfähigkeit statistisch gesehen jeden vierten Bundesbürger. Und dass es hier schnell um hohe Summen geht, verrät ein Blick auf das eigene Jahreseinkommen. Fällt dies über einige Zeit aus, droht der finanzielle Ruin.
Abhilfe schafft hier nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Diese greift, wenn der Versicherte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Dann wird eine monatliche Rente während der gesamten Dauer der Berufsunfähigkeit, längstens bis zum vereinbarten Vertragsablauf gezahlt. Einige Tarife sehen sogar lebenslange Rentenleistungen vor. Häufig wird die volle vereinbarte Rente bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent gewährt. BU- Verträge gibt es mit verschiedenen Versionen, sowohl als Zusatz zu Lebens- oder Rentenversicherungen wie auch als eigenständige Tarife.

Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe

Fabian Brenner Makler: Versicherungen | Finanzen